Volles Haus: Das Gymnasium Bayreuther Straße stellt erneut in der Stadtbibliothek aus.
„Träume und Bäume“- das ist der Titel der neuen Kunstausstellung von Schülerinnen und
Schülern aus Jahrgangsstufe 5-12 des Gymnasium Bayreuther Straße, die seit Donnerstag in
der Stadtbibliothek Wuppertal zu besichtigen ist.
Ein Titel, der viel Beachtung findet. Fragenaufwerfend, neugierig machend und scheinbar
widersprüchlich, betont der stellvertretende Schulleiter Sebastian Hopstein bei der
Vernissage, und doch verbunden durch Hingabe und „künstlerischen Experimentiergeist“.
Egal ob collagierte Stillleben, mit Tusche gezeichnete Insekten, Acrylmalereien, in denen
Sprichwörter versteckt sind, oder phantasievoll gestaltete Bäume aus verschiedensten
Materialien – alle der gezeigten Kunstprojekte werden dem Tenor der Ausstellung auf ihre
Weise gerecht. Kombiniert ergeben die Werke ein buntes und von Vielfalt geprägtes
Ausstellungsbild, dessen roter Faden sich nach Herrn Hopstein besonders in der „Phantasie“ und dem „Spiel mit Wahrnehmungen“ widerspiegelt.
Denn auch das schafft dieses Projekt: Raum. Raum für Kreativität, Raum für individuelle
Entfaltung und eben auch für Phantasie.
„Ich habe einfach ein bisschen überlegt was mich interessiert und dann angefangen,
probiert, was gut aussieht“ beschreibt Lenni (EF) den Beginn seines Schaffensprozesses.
Er nähte, sprühte, baute Lego und druckte damit. Entstanden ist eine dreiteilige Bilderreihe, in dem jeweils ein Baum im Vordergrund steht. Während der Hintergrund mit satten Grün- und Blautönen gestaltet ist, sind die jeweiligen Bäume so vollkommen unterschiedlich.
Daneben steht Sidar (EF), dessen Werk ebenfalls Teil der Reihe „Mixed Media Bäume“ ist
und doch anders wirkt. „Ganz abstrakt, das war mein Plan“. Sein Werk zeichnet sich
besonders durch die Farbwahl aus, ein tiefes blau prägt seine Bilderreihe. „Meine
Lieblingsfarbe“ erklärt er.
Die Kursleiterin Vivien Osgood ist stolz auf die entstandenen Bilder. „Leider können von allen oft nur wenige ausgestellt werden“, die Auswahl sei oft sehr schwer.
Federführend organisiert wurde die Ausstellung von Meike Giese und der Kunstfachgruppe des Gymnasiums, die schon vergangene Projekte in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek realisierte. Sie betont besonders die Wertschätzung der Ausstellung durch die
Besucherschaft der Stadtbibliothek und freut sich, dass so monatlich mehrere Tausend die
Bilder zu Gesicht bekämen.
So zum Beispiel auch Thomas Monsarrat, dem als Besucher auch ein positiver Einfluss für das Miteinander, insbesondere der jungen Generation, auffällt. „Man beobachtet und diskutiert untereinander“. „Das Treppenhaus strahlt mit wirklich professionellen Bildern lokaler Künstlerinnen und
Künstler“ bringt es Herr Siebertz von der Stadtbibliothek bei der Eröffnung treffend auf den Punkt. Die Ausstellung ist noch bis zum 12. Mai in der Wuppertaler Stadtbibliothek, Kolpingstraße 8 zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Von Oskar Stempfle











