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Shalom! Das GYMBAY besucht die Barmer Synagoge

Waren eigentlich alle nur MitläuferInnen? Am 27.03.2025 besuchte unser evangelischer Religionskurs der Klassen 9c und 9d zusammen mit unserem Lehrer Herrn Kläser die Ausstellung zur Barmer Erklärung in Wuppertal-Barmen. Die Ausstellung liegt direkt in der Kirche der Gemeinde Barmen – Gemarke- in unmittelbarer Nähe zur jüdischen Synagoge, was uns sofort die Bedeutung von friedlichem Zusammenleben zwischen verschiedenen Religionen deutlich machte.

Die Referentin Barbara Herfurth hat uns durch die Ausstellung geführt und uns viel über die Entstehung und Bedeutung der Barmer Erklärung erzählt. Sie erklärte, dass die Erklärung 1934 von der Bekennenden Kirche verfasst wurde, um sich gegen den Einfluss des Nationalsozialismus auf die Kirche zu wehren. Es ging vor allem darum, dass die Kirche unabhängig vom Staat bleibt und sich der christliche Glaube nicht von staatlicher Macht beeinflussen lässt. Die sechs Thesen, aus denen die Barmer Erklärung besteht, verdeutlichen dies. Während des Rundgangs erzählte Frau Herfurth auch von Herrn Maus, der früher an unserer Schule, dem Gymnasium Bayreuther Straße, unterrichtet hat. Das fanden wir sehr beeindruckend , weil es plötzlich eine Verbindung zu uns gab, die uns zeigte, dass die Geschichte näher ist, als wir manchmal denken. Herr Maus hatte damals einer Schülerin gesagt, dass man auch seinen politischen Feinden gegenüber Nächstenliebe zeigen sollte. Diese Aussage wurde gemeldet und er wurde daraufhin von der Schule verwiesen und starb schließlich bei einem Transport in ein Konzentrationslager.

Die Tatsache, dass die evangelische Gemeinde sich das Grundstück mit der Synagoge teilt, hat uns auch gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Religionen ist, besonders wenn man an die Verfolgung der Juden im Nationalsozialismus denkt

Am Ende der Führung haben wir dann noch unsere Eindrücke besprochen. Viele von uns waren echt beeindruckt davon, wie mutig die Verfasser der Barmer Erklärung gegenüber dem Nationalsozialismus waren. Der Besuch hat uns dazu gebracht, darüber nachzudenken, wie wichtig es ist, sich für seine Überzeugungen einzusetzen, auch heute noch, und wie bedeutend der Frieden zwischen den Religionen ist.

Text und Fotos: Nika Schiller, Annie Nickisch (9d)