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Exkursion ins Stahlwerk – Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann, kurz HKM

Die HKM in Duisburg sind eines der größten Stahlunternehmen in Deutschland und haben eine lange Geschichte. Wir, der Erdkunde LK zusammen mit dem GK in Begleitung von Herrn Schulz und Frau Bieler, hatten die Möglichkeit an einer Führung durch das Werk teilzunehmen. Als wir dort ankamen, waren wir überwältigt von der Größe und dem Ausmaß der Anlagen. Überall waren riesige Maschinen, Kräne, Kessel und Förderbänder zu sehen. Drei freundliche ehemalige Mitarbeiter erklärten uns den gesamten Produktionsprozess von der Rohstoffgewinnung bis zur Fertigstellung des Stahls. Es war faszinierend zu sehen, wie aus den verschiedenen Rohstoffen wie Eisen, Kohle und Schrott der Stahl hergestellt wird.

Nach der kurzen Einführung der Sicherheitsmaßnahmen, zogen alle ihre Schutzkleidung an und dann konnten wir einen Blick in das Stahlwerk werfen. Es war unglaublich heiß und laut dort, aber es war beeindruckend zu sehen, wie das flüssige Metall gegossen und weiterverarbeitet wurde.

Die Arbeitsschritte in einem Stahlwerk sind vielfältig und erfordern eine präzise Koordination. Zunächst wird das Roheisen aus dem Hochofen gewonnen. Dieses wird dann in einem Konverter oder einem Lichtbogenofen weiterverarbeitet, um den Kohlenstoffgehalt zu reduzieren und den gewünschten Stahl herzustellen.

Anschließend wird der Stahl in Formen gegossen, um ihn in die gewünschte Form zu bringen. Dieser Vorgang wird als Gießen bezeichnet. Danach kann der Stahl weiteren Veredelungsprozessen unterzogen werden, wie beispielsweise dem Härten oder dem Verzinken, um seine Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit zu verbessern. Die HKM ist nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, sondern auch ein Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Sie setzen auf moderne Technologien, um den Energieverbrauch zu reduzieren und die Emissionen zu minimieren – der grüne Stahl. Dieser wird mit Technologien produziert, die den CO2-Ausstoß reduzieren. Es gibt verschiedene Ansätze, um grünen Stahl herzustellen, z. B. die Nutzung von Wasserstoff als Reduktionsmittel anstelle von Kohle.

Das Unternehmen bietet viele Ausbildungsplätze und unter dem Link https://www.hkm.de/stahl/vom-erz-zum-stahl kann man sich nochmal tiefgründiger mit dem Werk auseinandersetzen. Insgesamt war der Besuch bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann eine spannende und lehrreiche Erfahrung. Es war beeindruckend zu sehen, wie der Stahl hergestellt wird und welche Bedeutung er für unsere moderne Welt hat.

Text/ Bilder: Tatjana Schneider (Q1)