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Bericht zum Chinaaustausch 2024

Ni Hao!

Zum ersten Mal nach Corona fand dieses Jahr wieder der Schüleraustausch nach China statt. Für zwei Wochen waren wir dort, nachdem unsere chinesischen Austauschschüler*innen im August des letzten Jahres bei uns hier in Wuppertal waren.

Nach vielen Treffen zur Vorbereitung ging es im März endlich los. Wir versammelten uns am Hauptbahnhof, um den ICE nach Frankfurt zum Flughafen zu nehmen. Dort angekommen ging es im Anschluss direkt weiter durch den Sicherheitscheck und zu unserem Gate. Wir sind 10 Stunden geflogen bis wir in Shanghai ankamen und nach sechs Stunden Aufenthalt weiter nach Chengdu flogen, wo unsere Austauschschüler*innen schon auf uns warteten. Alle freuten sich auf das Wiedersehen.

Am nächsten Tag fing dann schon direkt das Programm für die erste Woche an. Morgens wurde uns die Schule gezeigt und bei einer offiziellen Willkommenszeremonie wurden wir vom Schulleiter begrüßt und ich hielt eine Rede vor 5000 Schüler*innen, was sehr aufregend war.  Nachmittags fuhren wir zur Aufzuchtstation des Großen Pandas. Chengdu ist die Heimat der weltberühmten Pandabären, die wir dort hautnah sehen und erleben konnten.

Wart ihr schon mal Hot Pot essen? Das ist dort eine Spezialiät: verschiedene Gemüse- und Fleischsorten werden in einen Topf mit einer heißen würzigen Brühe getaucht. Das war sehr lecker! Wir konnten sogar Rindermagen, Schweinedarm und sogar Gehirn probieren, was für mich zunächst ungewöhnlich war, aber für meine chinesischen Partnerin Zijing ganz normal. 

In der ersten Woche nahmen wir am Unterricht teil und schauten uns jeden Tag eine andere Attraktion in Chengdu an, wie zum Beispiel das History Museum mit beeindruckenden Ausgrabungsfunden oder die Global Mall, an die sich die meisten noch sehr gut erinnern können, denn die Global Mall ist das größte Einkaufszentrum Asiens. Drinnen befinden sich neben den unzähligen Geschäften und Restaurants, ein Hotel, einen Tennisplatz, und ein Pool.

Wie war denn so das Leben in der Gastfamilie? Wir haben natürlich auch Zeit mit unserer Gastfamilie verbracht, insbesondere am Wochenende. Wir machten einen Familienausflug in eine andere Stadt, die berühmt ist für  das  Street Food. Meine Gastschwester Zijing hat mich zu den besten Ständen gebracht, damit ich auch das beste Street Food probieren konnte.  Am Sonntag waren wir auf einem kleinen Markt in Chengdu, wo wir kleine Souvenirs kaufen konnten. Zijing war mit mir auch in verschiedenen Kpop Stores, da wir beide den gleichen Musikgeschmack haben. Abends trafen wir uns dann noch mit einer Freundin von mir und ihrem Austauschschüler, um traditionelle chinesische Kleidung anzuziehen und damit ein Fotoshooting zu machen. Das war echt lustig!

Meine Gastfamilie war wirklich sehr gastfreundlich und hat alles dafür gegeben, um mir den Aufenthalt so schön wie möglich zu machen. Von der ersten Minute an wurde ich wie ein fester Teil der Familie behandelt und habe mich sehr wohl gefühlt. Klar, am Anfang hatte ich Angst meine Gastfamilie kennenzulernen, weil es komplett fremde Menschen für mich waren, die dazu noch eine andere Sprache sprechen und in einer für mich komplett anderen Kultur leben. Ich wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte, aber die ganzen Sorgen und Ängste waren umsonst.

Nach einer wunderschönen und erlebnisreichen Woche in Chengdu, ging es mit dem chinesischen Schnellzug weiter nach Xi’an. Wir wurden von einem Reiseführer empfangen, der uns durch die Stadt führte. Wir sahen eine wunderschöne Tempelanlage und vor allem die weltberühmte Terrakotta Armee. Abends im Hotel hatten wir noch etwas Zeit die Nachbarschaft in Kleingruppen zu erkunden, chinesische Snacks zu kaufen und zu probieren.

Leider waren wir nur wenige Tage dort und sind anschließend weiter in die Hauptstadt Beijing gefahren. Wir besuchten dort den Platz des Himmlischen Friedens, die Verbotene Stadt und bestiegen die Chinesische Mauer. Nach diesen letzten erlebnisreichen Tagen in Beijing ging es wieder zurück nach Deutschland.

In den zwei Wochen habe ich sehr viele neue Erfahrungen gemacht, die mich geprägt haben und ich habe viele schöne Dinge erlebt, an die ich mich wahrscheinlich für immer zurück erinnern werde. Am meisten bleibt mir aber die erste Woche in Chengdu in Erinnerung. Alles war noch so neu und ungewöhnlich. Unsere Austauschpartner*innen zeigten uns Orte, die nicht so bekannt, aber dafür besonders waren.

Wir sind alle sehr dankbar, dass uns diese Erlebnisse ermöglicht wurden. Bei diesem Austausch konnten wir sehr viel tiefer in die Kultur eintauchen als ein normaler Tourist. Wir durften den Schulalltag und den Unterricht in China erleben und lebten eine Woche lang bei unseren Austauschpartner*innen. Das alles ist nicht selbstverständlich. Wir alle haben sehr viel gelernt und hatten vor allem sehr viel Spaß dabei.

Wenn ihr also offen für andere Kulturen und Menschen seid, wenn ihr mutig seid, Essen zu probieren von dem ihr im ersten Moment nicht wisst was das ist, wenn ihr viele schöne Dinge erleben wollt, dann kann ich euch nur empfehlen, am Chinaaustausch teilzunehmen.

Sofia Telser, 9a