Aktuelles

Besuch des Projektkurses „Gerechtigkeit und Kinderrechte“ bei der Wuppertaler Tafel

Anlässlich der Projekttage am Gymnasium Bayreuther Straße vom 28.11 bis zum 1.12. besuchte die Projektgruppe „Wie gerecht ist unsere Welt? – Gerechtigkeit und Kinderrechte“ unter der Leitung von Veronika Saueressig und Florian Wiebel mit rund 30 Kindern der 6. und 7. Klassen die Wuppertaler Tafel in Barmen.

Zuvor haben wir uns in unserem Projekt mit Ungerechtigkeiten, die Kindern in Deutschland und weltweit widerfahren, auseinandergesetzt und die Rechte von Kindern untersucht. Dabei war es für uns spannend zu erfahren, wie vielfältig die Kinderrechte eigentlich sind. Uns allen sollte klar sein, dass Kinder ein Recht auf Schutz vor Gewalt und Benachteiligung oder ein Recht auf Bildung haben, aber wir wussten z.B. nicht, dass Kinder auch ein Recht auf Privatsphäre, auf Spiel und Freizeit oder das Recht haben, bei allen Fragen, die sie betreffen, mitzubestimmen und zu sagen, was sie denken.

Nach der Auseinandersetzung mit Ländern, in denen Kinderrechte missachtet werden, weil Kinder z.B. anstatt zur Schule gehen zu können, arbeiten müssen, informierten wir uns über Hilfsangebote für benachteiligte Menschen, besonders Kinder, in unserer Umgebung. Ein besonderes Angebot macht die Wuppertaler Tafel in Form der „Kindertafel“, welche wir am dritten Projekttag besuchen durften.

Wir waren die erste Gruppe von Schüler*innen, die eine Führung und einen Einblick in die Kindertafel bekamen. Von der Leitung, Frau Manuela Vögeler, bekamen wir erst eine Einführung in die tägliche Arbeit der Mitarbeiter*innen und durften Fragen stellen. In der Kindertafel wird kostenlos Essen und Hausaufgabenhilfe zur Verfügung gestellt. Sie ist eine nette Gemeinschaft, die den Kindern das Leben noch etwas schöner macht. Täglich kommen bis zu 25 Kinder im Grundschulalter in die Kindertafel, darunter befinden sich aktuell auch viele ukrainische Kinder, die die deutsche Sprache noch lernen. Zum Ablauf in der Kindertafel: Meistens wird zuerst gegessen, danach werden die Hausaufgaben gemacht und wenn noch genügend Zeit vorhanden ist, wird gespielt. Freitags finden ebenfalls Sportstunden statt. Um die nahende Weihnachtszeit werden nach Möglichkeit auch Weihnachtsplätzchen gebacken und im Sommer auf Spielplätzen gespielt. Im Winter können die Kinder ebenfalls im Haus spielen und basteln.

Ebenfalls immer am Wohlergehen aller Menschen interessiert ist das Sozialmobil, welches an vier Stellen pro Tag warmes Essen an Bedürftige verteilt. Die Lastwagen, die der Tafel das Essen aus vielen, auch großen Unternehmen liefern, fahren im Jahr bis zu 10.000 km. Spenden in Form von noch nicht verdorbenem Essen, noch brauchbarer Kleidung oder Spielzeug, sowie Bücher sind bei der Tafel stets willkommen. Zu den Räumlichkeiten zählen das Sozialkaufhaus, in dem Möbel, Haushaltswaren, Pflanzen, Gerätschaften und derzeit auch Weihnachtsprodukte angeboten werden, der Kleiderladen mit Kleidung, Schmuck und Medikamenten, von deren Ware auch 20 % an Nicht-Bedürftige verkauft werden, die Kinderboutique für Kinder von 0 bis 12 Jahren und die Kindertafel.

Nach dem Essen durfte ich zwei Kinder, R. und N., für meinen Beitrag befragen und fand heraus, dass die Kinder sich dort sehr wohl fühlen. Laut N. ist das Fußball spielen ein sehr beliebter Zeitvertreib, auch der Sportunterricht ist beliebt. Die Kinder und Betreuer*innen bilden laut den beiden Kindern eine enge und vertraute Gemeinschaft. Auch unser größtenteils jugendlicher Besuch wurde sehr herzlich begrüßt und Frau Vögeler betonte, dass jugendliche Helfer ein schöner Beitrag zur Gesellschaft und jederzeit willkommen sind. Die Kinder meinten, sie würden sich über Lern- und Spielpartner*innen sehr freuen. In der Kindertafel ist jede zuverlässige Hilfe gerne gesehen!

Da wir dermaßen begeistert von der wichtigen ehrenamtlichen Arbeit in der Kindertafel waren, entschlossen wir uns kurzerhand, beim Tag der offenen Tür neben der Vorstellung unseres Projektes Spenden für die Kindertafel zu sammeln. Dabei kamen 210 Euro zusammen, welche wir an die Kindertafel weiterleiten, damit die Kinder dort weiterhin so tolle Betreuung, leckeres Essen und notwendige Hilfe bekommen. Wir danken allen Spender*innen sehr herzlich für ihre Unterstützung!

Nora Lamontain, 7d