Katholische Religionslehre
Steht das Fach Religionslehre auf dem Stundenplan, trennen sich die Klassen in evangelische und katholische Lerngruppen.
(Seit etlichen Jahren in einigen Jahrgangsstufen auch in Gruppen zur Praktischen Philosophie.) Diese Konfessionalität
beruht auf den rechtlichen Grundlagen des Faches und den Abmachungen zwischen Staat und Kirchen.
Im Austausch über Unterrichtsinhalte und -methoden, bei den ganz überwiegend ökumenischen Schulgottesdiensten oder in der seit langem gemeinsam tagenden Fachkonferenz findet sich weitgehende Einmütigkeit zwischen den evangelischen und katholischen Fachlehrern. Das Klima ist von gegenseitigem Vertrauen und freundschaftlicher Kollegialität geprägt. Wir katholischen Religionslehrer fühlen uns gut aufgehoben im Kreise der zahlreicheren Protestanten.
Seit Jahren liegt der Anteil der Katholiken in unserer Schülerschaft bei etwa 13 %. Unserer Minderheitenposition
verdanken wir seit Jahren ein Privileg: unseren Fachraum. Während die größeren evangelischen Lerngruppen in ihren
Klassenräumen verbleiben, werden die katholischen Schüler jeder Jahrgangsstufe zusammengefasst und brauchen einen
gesonderten Unterrichtsraum. Unser Fachraum ist aus vielerlei Gründen eine praktische Einrichtung und lässt uns
unsere Minderheitenrolle leicht tragen.
Folgendes ist uns Lehrern in unserem Unterricht wichtig:
- Wir wollen mit der christlichen Tradition vertraut machen und zur Auseinandersetzung mit ihr ermuntern.
- Wir wollen uns mit konkurrierenden Weltanschauungen auseinandersetzen, diese verstehen und ihnen mit Respekt begegnen.
- Wir wollen dazu motivieren, über das eigene Leben und das Leben in der Gemeinschaft nachzudenken.
