Gymnasium Bayreuther Straße Wuppertal

,,Inferno‘‘ – Eine Reise durch die Hölle

Vom 19.04.2018

Im Latein-Unterricht GK 11/12 haben wir die 4 Kardinal-Tugenden der Antike (Seneca) besprochen, mit denen man ein vita beata, ein glückliches Leben, leben konnte. Nun erfuhren wir, durch welche Gegenteile man in die Hölle kam - die 7 Todsünden.

In ,,Inferno‘‘ erlebten wir selbst die Reise des Dichters Dante aus dem 13. Jahrhundert mit und begleiteten ihn wie Vergil, ein Dichter aus der Antike, durch seinen Aufstieg aus dem Fegefeuer. Wie die Theorie über das Fegefeuer beschreibt, gingen wir wortwörtlich trichterförmig das Opernhaus, in dem das Theaterstück spielte, hinauf, bis wir am Dach ankamen: hier konnte Dante schließlich ,,die Sterne sehen‘‘.

Durch die unglaublich ausdrucksstarke Darstellung des Schauspielers konnten wir das Gegenteil zu dem aus unserem Unterricht bekannten glücklichen Leben erkennen. Völlerei stellte er durch Zermatschen eines Burgers dar und zerschlug dabei mit Inbrunst eines von abertausenden Masthähnchen, Blut spritze reichlich als Ausdruck menschlicher Grausamkeit. Die 7 Todsünden – zum Teil heute aktuelle Realität.

Ein weiteres, faszinierendes, lehrendes und inspirierendes Ein-Mann-Theater, gespielt von Thomas Braus, von den Wuppertaler Bühnen im Opernhaus, allerdings hoch oben unter dem Dach desselben. Diese Reise durch die Hölle ist nur zu empfehlen!



Text: Paula Gerisch
Bild: Elisabeth Ahlrichs

Bernd Spira