Gymnasium Bayreuther Straße Wuppertal

Konzertbesuche der Klassenstufen 5 und 11

Vom 13.07.2017

Sinfoniekonzert1

Konzertbesuch der Klassen 5 - Vom Klang der Instrumente


Wieder einmal hatte die gesamte 5. Jahrgangsstufe die Möglichkeit klassische Musik und professionelle Musiker hautnah zu erleben. Diesmal auf dem Programm: das Ballett „Pulcinella“ von Igor Strawinsky in konzertanter Fassung, also ohne Tanz.

Drei der Wuppertaler Sinfoniker hatten bereits am 20.06.2017 und 29.06.2017 im GymBay ihre Instrumente (Querflöte, Klarinette und Cello / Geige) vorgestellt. Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Vom Klang der Instrumente“ konnten die SchülerInnen dann die unterschiedlichen Klänge „live“ erfahren und letztlich ihr Wissen über klassische Instrumente erweitern. Neben der unterschiedlichen Klangerzeugung wurden dann auch Ausschnitte aus „Pulcinella“ zum Besten gegeben, damit die SchülerInnen bereits vor dem Konzert eine Klangerwartung aufbauen konnten.

Im Konzert selbst überzeugte dann die Moderation von Gerald Hacke, der durch viele multimediale, kurzlebige und lehrreiche Erklärungen zwischen den unterschiedlichen Abschnitten des Stückes die Musik ergänzte. Dadurch wurde nicht nur die Geschichte von Pulcinella fassbarer, sondern auch die Kompositionstechnik Strawinskys. Der Komponist greift existierende Kompositionen aus dem Barock auf und bearbeitet sie kaum hörbar mit Tönen, die so im Barock verboten gewesen wären. Diese neoklassizistische Herangehensweise ist einer von vielen Gründen für seine spätere Berühmtheit.

Auch wenn nicht alle der 130 Schülerinnen restlos begeistert waren, bedanken wir uns für die professionelle Arbeit und das Engagement des Education Teams der Wuppertaler Sinfoniker. In den Nachbesprechungen in den 5. Klassen überwog die Begeisterung der Kinder, die durch die Sinfoniker für die Musik geweckt wurde.

Sinfoniekonzert2

Konzertbesuch der Jahrgangsstufe 11

„Wann machen wir wieder was anderes als diese komische Musik?“

(Schülerin über den Unterricht bei Herr Czinczoll)

Nach Wochen des musikalischen Expressionismus und Impressionismus tauchte diese Frage im 11er Grundkurs Musik auf. Diese Frage zeigt: Letztlich ist die klassische Musik zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch 100 Jahre später noch fremd und unverständlich.

Zentrales Anliegen des Unterrichts in der 11 ist es gewohnte Pfade zu verlassen und musikalische Ansätze kennenzulernen, die nicht gemäß des Mainstreams konsumierbar sind, sondern gesellschaftliche Entwicklungen in der Musik hörbar werden lassen. Die zentralen Fragen von Politik, Gesellschaft und Naturwissenschaften, die die Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert prägen, beeinflussen auch die Musik.
In einem Gestaltungsprojekt konnten die 11er dabei impressionistische Gestaltungsmerkmale auf das Kinderlied „Bruder Jakob“ anwenden und somit die Stimmung des Fin des Siècle wiedergeben. Die Ergebnisse (Erläuterung und Präsentation) wurden bereits hier veröffentlicht.

Die Reihe mündete dann am Montag, den 10.07.2017, in einem Konzertbesuch in der Düsseldorfer Tonhalle. Die Düsseldorfer Symphoniker unter der Leitung von Alexandre Bloch gaben ein Programm zum besten, was die Entwicklung im Bereich der Form, der Harmonik und Melodik der letzten 250 Jahre aufzeigt. Werke von Escaich, Mozart, Debussy und Schumann boten uns die Möglichkeit epocheübergreifende Klänge zu erleben. Dabei soll ein sinngemäßes Zitat eines Schülers über Mozart zeigen, welche Unterschiede zwischen Hörgewohnheiten, Hörerwartungen und der Lust an Neuem bestehen.

„Also das 2. Stück das war ja vielleicht langweilig. Immer nur dasselbe, voll von Wiederholungen.“

(Schüler über das Konzert für Klavier und Orchester, KV 595 von Mozart)

Und genau das ist dann auch der Grund für Komponisten wirklich NEUE MUSIK zu schreiben, die so noch nie gehört wurde. Unterm Strich bleibt nach dieser Konzerterfahrung also nicht nur Erkenntnisgewinn, sondern auch eine sinnliche Konzerterfahrung, die vor allem durch das beseelte Dirigat des jungen Alexandre Bloch und das begeisternde Spiel der Symphoniker ermöglicht wurde.


Das Sommerkonzert


Sommerkonzert2017
Trotz fast schon hochsommerlicher Temperaturen war die Aula des GymBay am 20.06.2017 beim Sommerkonzert der Musikfachschaft voll besetzt. Die Chöre der Schule boten ein kurzweiliges thematisch auf Musical und Film bezogenes Programm. Unterstützt wurden die Chöre durch die Musicalband und einzelne schauspielerische Einlagen. Akustische Einspieler (Samples) stellten inhaltliche Bezüge zwischen den Stücken her und stellten das Thema immer wieder in den Mittelpunkt. So war zum Beispiel vor „Fly me to the moon“ der Countdown der US-amerikanischen Mission Apollo zu hören.

Durch das Zusammenwirken der verschiedenen Ensembles stellte das Sommerkonzert mal wieder unter Beweis, dass neben anderen Fächern am GymBay vor allem der kulturelle Bereich stark vertreten ist. Dank der neuen Medien-AG unter der Leitung von Herr Müller haben Sie hier auch die Möglichkeit einen kleinen Einblick in das diesjährige Sommerkonzert zu haben.

Dieses Jahr war die Bläser-AG leider nicht beim Sommerkonzert dabei, wir hoffen aber, dass das im nächsten Jahr wieder anders aussieht. Für die Bläser-AG unter der Leitung von Thomas Kleinkauf werden weiterhin Anfänger und Fortgeschrittene gesucht, die ein Blechblasinstrument spielen. Der Probentermin wird zu Beginn des nächsten Schuljahres bekannt gegeben. Denn ob im Sommer oder Winter, die Bläser-AG ist und war am GymBay immer Bestandteil des kulturellen Lebens.

Die Musikfachschaft wünscht allen SchülerInnen, Eltern und KollgInnen Eine erholsame Sommerzeit!





Text/ Bilder: M. Czinczoll

Bernd Spira