Gründerpreis GymBay und VW
Vom 16.05.2010
Am Mittwoch, den 5. Mai 2010, fuhren wir, das sind Herr Willmund, Philipp, Tim, Jonathan und Nelly, um 7.40 Uhr mit dem Zug los. Wohin? Nach Wolfsburg zum VW Werk. Wusstet ihr, dass die Stadt Wolfsburg nur gegründet wurde, um die Arbeiter von Volkswagen um das Werk herum anzusiedeln? Wolfsburg ist also eine reine Arbeiterstadt. Da ist es nicht verwunderlich, dass fast alle Einwohner der Stadt auch tatsächlich bei VW arbeiten.
Jedenfalls nach einiger Zeit waren wir dann endlich im Forschungsgebäude von VW. Ihr fragt euch sicher, was wir eigentlich da wollten. Zusammen mit Herrn Willmund machen wir bei einem Projekt namens "Deutscher Gründerpreis" mit. Bei diesem Projekt müssen wir ein fiktives Unternehmen gründen, eine fiktive Unternehmensidee haben und alles rund um ein Unternehmen herausfinden und dazu Aufgaben bearbeiten. Zum Beispiel müssen wir einen Finanzplan aufstellen, aber auch spannende Sachen erledigen, wie zum Beispiel uns eine Marketingstrategie überlegen. Wer sich für Sozialwissenschaften und Wirtschaft interessiert, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen, im nächsten Jahr mitzumachen. Denn bei diesem Projekt wendet ihr hervorragend das Wissen aus dem Sozialwissenschaftsunterricht an! Falls ihr Interesse habt, sprecht einfach Herrn Willmund an. Wir können euch das nur empfehlen, es macht echt super viel Spaß!
Ok, zurück zu VW. Also im Forschungszentrum angekommen, haben wir uns erst mal mit einigen Forschern und Mitarbeitern unterhalten im Rahmen unseres Projektes. Wir mussten ihnen unser Unternehmenskonzept vorstellen, um dann von ihnen Tipps und Verbesserungsvorschläge zu bekommen. Sie waren übrigens sehr hilfreich! Aber danach wurde es richtig spannend. Wir durften doch tatsächlich in die Forschungswerkstatt von VW Einblick nehmen. Ihr wisst doch bestimmt von den Elektroautos. Wir durften tatsächlich so eins einmal sehen. Die Mitarbeiter bastelten grade an einem solchen Auto herum. Es war ein ganz normales Auto, allerdings mit zwei Motoren, einem Elektromotor und einem Benzinmotor. Wenn also einmal der Elektromotor keinen Strom mehr hat, also das Auto nicht mehr antreiben kann, dann springt einfach der Benzinmotor an und man kann ganz normal damit weiterfahren. Im Boden des Kofferraums liegt eine riesige, silberne Batterie. Glaubt uns, so eine riesige Batterie habt ihr noch nie gesehen. Sie bildet den Akku für den Elektromotor. In ihr ist also der ganze Strom gespeichert, den der Elektromotor braucht. Die Mitarbeiter sind mit dem Auto für uns einmal eine Runde gefahren. Es ist so leise, man hört überhaupt nichts. Weil kein Geräusch zu hören ist, baut man jetzt sogar oft künstliche Geräusche in die Autos ein, damit wenn zum Beispiel Kinder auf der Straße spielen, sie das Auto hören und weglaufen können. Lustig oder? In den verschiedensten Räumen werden Motoren getestet und Autos mit neuen Erfindungen ausprobiert. Man kann sich die Halle wie eine riesige Werkstatt vorstellen, in der viele, viele Mechaniker und Forscher arbeiten. Noch ein spannendes Projekt wurde uns gezeigt. Die Mitarbeiter versuchen doch tatsächlich in ein Auto eine Standkühlung einzubauen. Wisst ihr ja, es gibt schon eine Standheizung, also wenn das Auto nicht fährt, kann es trotzdem noch beheizt werden. Tja und das versuchen sie jetzt mit einer Standkühlung. Ob das funktioniert? Und ob das so sinnvoll ist, da es doch bei uns fast nie heiß genug ist, als dass man gerne eine Standkühlung im Auto hätte? Wir lassen uns überraschen. Und ein bisschen Spielerei darf ja auch mal sein, erklären uns die Mitarbeiter. Wir lachen und verabschieden uns.
Auf dem Heimweg, sind wir erschöpft von den vielen Informationen aber auch begeistert von einer spannenden Reise.
Text: Nelly Politt

