Schüler helfen Schülern
Ziel
Das Projekt "Schüler helfen Schülern" soll jüngere Schülerinnen und Schülern unter der Aufsicht einer älteren Schülerin oder eines älteren Schülers dazu bringen, Wissenslücken zu schließen oder deren Entstehung zu verhindern. Selbständig ist dieses in der Regel nur sehr schwer möglich. Ebenso ist der zeitliche Rahmen der Lehrerinnen und Lehrer für Wiederholungen im Unterricht sehr begrenzt. Das Projekt „Schüler helfen Schüler“ soll hier eine kostengünstige, flächendeckende Lösung zur regulären Nachhilfe bieten, von der auch die älteren Schülerinnen und Schüler profitieren. Die älteren Schülerinnen und Schüler (Tutoren) betreuen die Jüngeren in kleinen Lerngruppen von 3-5 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch und Latein. Durch die kleinen Lerngruppen wird konzentriertes und zielgenaues Lernen auch bei Schwächeren gewährleistet, was in den großen Klassenverbänden nur schwierig möglich ist.
Vorbereitung: Auswahl der Tutorinnen und Tutoren
Die Tutorinnen und Tutoren stammen aus den Jahrgangsstufen 10-13. Um ihre Qualifikation, die von entscheidender Bedeutung ist, sicherzustellen, dürfen nur von ihren Fachlehrerinnen und Fachlehrern empfohlenen Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Neben einer fachlichen Qualifikation müssen sie auch Eigenschaften wie Ausdauer, Zuverlässigkeit und Umgang mit anderen mitbringen.
In Schritt eins im Projekt werden diese ausgewählt. Die Tutorinnen und Tutoren betreuen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-9. Diese können sich in Schritt zwei anmelden. Falls mehr Anmeldungen von diesen als von Tutoren vorhanden sind, wird in Kontakt mit den Fachlehrerinnen und Fachlehrern nach Dringlichkeit entschieden. Im umgekehrten Fall, wenn mehr Tutorinnen und Tutoren als angemeldete Schülerinnen und Schüler vorhanden sind, wird nach höherer Qualifikation entschieden. Die Fachlehrerinnen und Fachlehrer der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-9 unterstützen die Tutorinnen und Tutoren in ihrer Arbeit durch konkrete Hinweise auf Themen sowie fachliche und methodische Beratung, wodurch eine genaue Abstimmung auf den Unterricht und die Probleme der einzelnen Schülerinnen und Schüler möglich ist. Außerdem geben sie Ratschläge zu möglichen Lehrmaterialien. Diese werden, je nach Möglichkeit, mit Geldern aus den Fachkonferenzen finanziert.
Konkrete Umsetzung des Projektes
Jede Übungsgruppe trifft sich einmal pro Woche in einem Zeitraum von ca. 8 Wochen (variabel je nach Einheit). Dieses ist eine Projekteinheit. Für jede Übungsstunde erhält die Tutorin oder der Tutor pro Schülerin oder Schüler 2,50 €. Diese müssen im Voraus gezahlt werden. Im Gegenzug verpflichtet sich der Tutor, die Übungseinheiten im festgelegten Zeitraum zu halten. Sollte es dem Tutor aufgrund eines unvorhergesehen Ereignisses (längere Krankheit o.a.) nicht möglich sein die Übungseinheiten zu halten bekommen die Schüler ihr Geld zurück. Besonders wichtig sind die Regelmäßigkeit und Verbindlichkeit des gemeinsamen Übens. Die Übungseinheiten finden in der Regel jede Woche zum selben Termin nachmittags nach Schulschluss in den Räumlichkeiten der Schule statt. Sollte ein Termin einmal verschoben werden müssen, passiert dies in Absprache mit dem Organisationsteam des Projektes. Das Organisationsteam ist für die Einteilung der Gruppen, die in der Regel nach Klassenzugehörigkeit aufgeteilt werden, sowie in Verbindung mit den Planern der Schule für die Raum- und Zeiteinteilung zuständig. Hierbei werden Wünsche der Gruppen natürlich berücksichtigt. Zusätzlich ist das Team Ansprechpartner bei jeder Art von Problemen sowohl von den Tutorinnen und Tutoren als auch von den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern. Es entscheidet in Extremfällen auch mit den Tutoren über disziplinarische Maßnahmen.
Auswertung
Am Ende jeder Runde des Projektes wird eine Umfrage zum Erfolg sowie zum Verlauf des Projektes folgen. In dieser werden sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Tutorinnen und Tutoren befragt. Die erste Runde zeigte bereits große Erfolge. In der abschließenden Umfrage wurde bei einem großen Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmern, auch bei denen aus den Jahrgangsstufen 10-13, eine Leistungsverbesserung deutlich. Zudem wurde der entstanden Kontakt zwischen den Jahrgangsstufen gelobt.
Informationsaustausch und Anmeldung
Zur Kommunikation zwischen den einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie für Informationen des Organisationsteams wurde auf halber Höhe im Treppenhaus zwischen der ersten und zweiten Etage im K-Trakt ein schwarzes Brett eingerichtet.
