Chinesisch-AG oder: Sprechen wie Konfuzius
Zu den außerschulischen Lernangeboten gehört seit nunmehr drei Jahren eine Chinesisch-AG, die von einer
ehemaligen Schülerin des Gymnasiums Bayreuther Straße, Frau Rossi, geleitet wird.
Die wirtschaftliche Bedeutung Chinas hat in den letzten Jahren stetig zugenommen, im letzten Jahr wurde China
noch vor der Bundesrepublik „Exportweltmeister“. Damit gewinnen auch die chinesische Sprache und Kultur an
Bedeutung, da die Zahl der – auch mittelständischen – Unternehmen wächst, die wirtschaftliche Beziehungen zum
Reich der Mitte unterhalten. Schüler, die Kenntnisse in der Sprache und Kultur Chinas erwerben, sind für diese
wachsende Zahl der Unternehmen sehr gefragt und damit für die Zukunft bestens gerüstet.
Die Chinesisch – AG an unserer Schule ist aber nur ein erster Baustein eines Konzepts, das in Zusammenarbeit
mit dem Sprachlehrinstitut der Bergischen Universität Wuppertal ausgearbeitet wurde.
Unterzeichner des Kooperationsvertrags Gymnasium Bayreuther Straße – Sprachlehrinstitut der Bergischen Universität
Wuppertal Schüler, die nach dem Besuch der AG in der Schule richtig Spaß am Erlernen der chinesischen Sprache
gefunden haben, besuchen die eigens für diesen Zweck eingerichteten Sprachkurse der Uni Wuppertal.
Unter Leitung des sympathischen Herrn Zufeng vertiefen und erweitern die Schüler ihre Kenntnisse. Zu diesem Zweck
hat Frau Dr. Bryan das Schüler-Studenten-Tandem entwickelt: Ein Schüler des Gymnasiums und ein an der Uni
studierender chinesischer Student tun sich in einem Tandem zusammen und vermitteln einander wechselseitig die
jeweilige Mutter- als Fremdsprache. Also: Schüler lernt Chinesisch, Student lernt Deutsch. Das Konzept braucht
keinen Lehrer und ist doch höchst lernintensiv. Die jeweilige Fremdsprache wird im Schüler-Studenten-Tandem
besonders auf Alltags-Themen fokussiert und ist dadurch so besonders praxisbezogen. Die Lebenswelten des Duos
liegen dicht beieinander, man hat sich etwas zu sagen und Dinge miteinander zu besprechen, die für beide Seiten
interessant und nützlich sind.
Bisher hat die Zusammenarbeit zwischen Schule und Universität sehr gut funktioniert, Frau Dr. Bryan lobt die raschen Fortschritte unserer Schüler und Schülerinnen. Obwohl das Angebot der Uni und der Schule zur Zeit nur von wenigen Schülern genutzt wird, steht es doch jedem offen, der ein wenig Zeit erübrigen kann, es ist nicht nur für Hochbegabte gedacht, sondern soll ein Angebot für alle Interessierte sein. Im Mittelpunkt des Unterrichts steht Alltagskommunikation. Sich und seine Familie vorstellen, einen Schultag beschreiben, erzählen, was man am Wochenende gemacht hat. Die Grammatik ist dabei eher einfach. Vergangenheit und Zukunft werden durch Worte wie „gestern“ und „morgen“ angedeutet, Frageworte einfach an den bestehenden Satz angehängt.
Auch die Zeichen sehen die Schüler nicht als Problem: die muss man halt lernen, wie in jeder anderen Sprache die Vokabeln auch. Schwieriger sei die Aussprache, „dieser Singsang“. Die Tonlage kann die Bedeutung eines Wortes verändern. Da wird aus „Mutter“ schnell „Pferd“ oder „Hanf“.
Übrigens: Wer Lust hat, an einer Chinesisch – AG teilzunehmen, melde sich bitte beim Mittelstufenkoordinator.
